Sekundärnährstoffe

Inforeihe Pflanzennährstoffe 2

Zu den sogenannten Sekundärnährstoffen werden die Elemente Schwefel, Magnesium und Calcium gezählt. Der Begriff Sekundärnährstoffe soll verdeutlichen, dass diese Nährstoffe in geringerer Menge als die sog. Hauptnährstoffe N, P und K aufgenommen werden. Diese Einteilung ist aber, wie bei allen natürlichen Prozessen nicht immer zutreffend. So gibt es durchaus Pflanzen, die zumindest phasenweise mehr Calcium als Stickstoff aufnehmen. Hier wären besipielsweise verschiedene Kakteen und Sukkulenten zu nennen, welche das Calcium in großen Mengen als Calciumoxalat in Ihren Zellen einlagern.

Sekundärnährstoffe Schwefel

Aufnahme als: Sulfat (SO42-, HSO42-, H2SO4)

Funktionen: Beteiligung an der Photosynthese und Atmung. Bestandteil von Enzymen (z.B. Ferredoxin), essentiellen Aminosäuren und Vitamine (Cystin, Methionin, Biotin, Coenzym A). Beteiligt an der Proteinbiosynthese.

Mangelerscheinungen: Zuerst an jungen Pflanzenteilen, schlechte Chloroplasten- und Chlorophyllbildung durch gehemmte Proteinbiosynthese, dadurch Chlorosen von jüngeren Blättern über die gesamte Pflanze fortschreitend.

Sekundärnährstoffe Magnesium

Aufnahme als: Mg2+-Ionen, Nitrat-Ionen fördern die Aufnahme

Funktionen: Zentralatom des Chlorophylls, spielt eine Rolle im Energiestoffwechsel. Ist Bestandteil von und hat aktivierende Wirkung auf mehrere Enzyme.

Mangelerscheinungen: Symptome zuerst an älteren Blättern. Bei Monocotylen (z.B. Rasen, Bambus) zuerst streifenartige Chlorosen, später vollständige Aufhellung der Blätter. Bei Dicotylen chlorotische, später gelbe Flecken in den Interkostalfeldern, die Säume der Gefäße bleiben länger grün

Sekundärnährstoffe Calcium

Aufnahme als: Ca2+-Ion, vor allem an den Wurzelspitzen

Funktionen: Komponente der Mittellamelle in Zellwänden. Stabilisiert dadurch die Zellwände und Zellmembranen, reguliert die Durchlässigkeit der Membranen. Stimulation von Enzymen, Zellbildung in den Vegetationspunkten.

Mangelerscheinungen: Mangelsymptome zuerst an jungen Organen, Ca-Mangel ist im Freiland selten. Im Gewächshaus, bei hoher Luftfeuchte, da hier geringer Transpirationsstrom vorliegt. Junge Blätter sehen dann klein und verzerrt aus, Terminalknospe stirbt oft ab, Wurzeln sind kurz und braun. Bekannteste Calciummangelsymptome sind die Blütenendfäule bei Tomaten und die Stippe bei Äpfeln.