Eisenmangel an Rosa rugosa (Kartoffel-Rose), die Aufhellung der jungen Blätter ist deutlich zu erkennen

Spurennährstoffe

Inforeihe Pflanzennährstoffe 3

Wie der Name schon sagt, werden Spurennährstoffe von Pflanzen nur in Spuren aufgenommen bzw. benötigt. Zu den bisher bekannten, wissenschaftlich nachgewiesenen Spurennährstoffen für Pflanzen werden folgende Elemente gezählt: Eisen, Bor, Kupfer, Mangan, Molybdän, Zink, Chlor und Nickel. Die Elemente Chlor und Nickel werden von den meisten Pflanzen in so geringen Mengen benötigt, dass diese nichtmal gedüngt werden müssen, weil fast überall davon kleinste Mengen vorhanden sind. Chlor wird z.B. durch Wind von Meeresgebieten über das Land transportiert und gelangt mit dem Regen in die Böden und auf die Pflanzen.

Spurennährstoffe Eisen

die Aufhellung der jungen Blätter ist deutlich zu erkennen

Aufnahme als: Hauptsächlich in Form von Fe-Chelaten

Funktionen: Bestandteil von Enzymen (Ferredoxin, Nitratreduktase, Nitrogenase). Beteiligt bei der Photosynthese, N2-Fixierung, Atmung, Stickstoffmetabolismus, Energiestoffwechsel, Chlorophyll- und Chloroplastenbildung.

Mangelerscheinungen: Eisenmangel ist der wohl häufigste Spurennährstoffmangel bei Garten- und Zimmerpflanzen. Tritt meistens nicht durch Mangel an Eisen auf, sondern vor allem bei hohen pH-Werten, durch sogenannte Festlegung, junge Blätter sind chlorotisch, bleiben gelb bis weiß, Blattadern bleiben grün.

Spurennährstoffe Bor

Aufnahme als: Borsäure (H3BO3)

Funktionen: Beteiligung an Zellstreckung, Nucleinsäuremetabolismus und Proteinbildung. Beeinflussung des Wachstums durch Einfluss auf Pflanzenhormone. Stabilisierung der Zellwände durch bessere Cellulose-, Hemicellulose-, Pektin- und Ligninbildung.

Mangelerscheinungen: Absterben des Vegetationspunktes, Chlorosen und Absterben der jungen Blätter. Bei Gemüse wie Rüben und Mangold entsteht die sog. Herz- und Trockenfäule. Mangelhafte Blütenbildung bei Bormangelpflanzen.

Spurennährstoffe Kupfer

Aufnahme als: Cu2+-Ion

Funktionen: Komponente von Enzymen, an Photosynthese und Zellatmung beteiligt. Zellwandstabilisierung (beteiligt an Ligninsynthese).

Mangelerscheinungen: Bei hohen pH-Werten oder hohem Anteil an organischer Substanz im Boden. Die jüngsten Blätter werden weiß und sterben ab.

Spurennährstoffe Mangan

Aufnahme als: Mn2+-Ionen

Funktionen: Notwendig für die Aktivität von Enzymen. Beteiligung bei der Photosynthese.

Mangelerscheinungen: Hellgrüne bis gelbe Flecken zwischen den Gefäßen.

Spurennährstoffe Molybdän

Aufnahme als: Molybdation (MoO42-)

Funktionen: Bestandteil von Nitrogenase, Nitratreduktase. Beteiligt an Stickstoffmetabolismus, N2-Bindung.

Mangelerscheinungen: Bei niedrigen pH-Werten. Absterben des Vegetationskegels (z.B. bei Blumenkohl), Blattdeformationen. Bei Leguminosen (Erbsen, Bohnen,..) Symptome wie bei Stickstoffmangel durch mangelnde Stickstoffbindung.

Spurennährstoffe Zink

Aufnahme als: Zn2+-Ion, Zn(OH)+ oder in Form von Chelaten

Funktionen: Komponente und Cofaktor von Enzymen, Bildung von Auxinen.

Mangelerscheinungen: Auf Phosphatreichen Böden, bei hohen pH-Werten,. Eingeschränktes Sprosswachstum und Kleinblättrigkeit durch Auxinmangel. Chlorosen an älteren Blättern.

Spurennährstoffe Chlor

Aufnahme als: Chlorid (Cl-)

Funktionen: Beteiligung bei der Photosynthese, Stimulation von bestimmten Enzymen

Mangelerscheinungen: Kommen praktisch nie vor. Wenn, dann Wuchshemmungen und Welkeerscheinungen der Blätter.

Spurennährstoffe Nickel

Aufnahme als: Ni2+-Ion

Funktionen: Komponente des Enzyms Urease (Hydrolysierung von Harnstoff), Bestandteil von Enzymen bei N2-fixierenden Bakterien

Mangelerscheinungen: Kommt in der Praxis kaum vor. Stickstoffmangel durch gehemmten Harnstoffabbau bei Düngung mit Harnstoff.